Dachdecker reparieren ein von einem Sturm teilweise abgedecktes Dach eines Einfamilienhauses., © picture alliance/dpa/Archivbild
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Versicherer: Über 45 Prozent mehr Schäden durch Unwetter

31.05.2023

Sturm und Hagel haben in Thüringen im vergangenen Jahr über 45 Prozent mehr Schäden an Wohnhäusern angerichtet als im Jahr zuvor. Das geht aus der Naturgefahrenbilanz hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch vorstellte. Demnach stieg die Zahl der Schadenmeldungen auf 1000 Wohngebäudeversicherungsverträge von 18,1 im Jahr 2021 auf 26,5 in 2022. Thüringen landete mit diesem Wert im Ländervergleich auf Platz elf. Bundesweit lag die Schadenhäufigkeit im Jahr 2022 bei Sturm- und Hagelschäden bei 35,2 Schadenmeldungen. Die meisten Schäden gab es in Niedersachsen mit 66,8 Meldungen.

Nach Angaben des GDV sanken die Schäden durch Wetterextreme wie Starkregen oder Überschwemmungen im vergangenen Jahr indes stark. Auf 1000 Sachversicherungsverträge mit Elementardeckung kamen 2,3 Schadenmeldungen. Im Jahr zuvor gab es noch 20,5 Schadenmeldungen. Von den insgesamt 59 Millionen Euro (2021: 67 Millionen Euro) für Unwetterschäden in Thüringen entfallen 49 Millionen Euro auf die Sachversicherer für Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie 10 Millionen Euro auf die Kfz-Versicherer.

© dpa-infocom, dpa:230531-99-884883/2

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